Das Amtsgericht Essen hat am 27. Oktober 2026 für die Dekowe Schürholz GmbH aus Dorsten ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet (Az. 165 IN 291/26). Vorläufige Insolvenzverwalterin ist die Rechtsanwältin Tanja Kreimer aus Marl.
Nach Angaben von Vertriebsleiter Michael Rohmann arbeitet das Unternehmen bereits gemeinsam mit ihr an einer stabilen Fortführung des Betriebs. Das Tagesgeschäft laufe weiter, bestehende und künftige Aufträge würden planmäßig bearbeitet und ausgeliefert. Die Produktionsstätte in Rumänien sei von der Insolvenz nicht betroffen.
Dekowe ist auf Naturfaserteppiche spezialisiert. Zum Sortiment gehören außerdem modern gemusterte, maschinengewebte Teppiche sowie Treppenstufenmatten. Gegründet wurde das Unternehmen 1887 als Stevens & Schürholz. Bereits 2007 war Dekowe insolvent und wurde damals an die Steffel-Gruppe verkauft, später übernahm Brüder Schlau. Seit 2024 ist das Unternehmen wieder im Besitz der Gründerfamilie, seitdem führt Philipp Schürholz es in fünfter Generation als geschäftsführender Gesellschafter.