Das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main präsentiert vom 7. Februar bis zum 24. Mai 2026 die Ausstellung „Wolle. Seide. Widerstand.“. Erstmals nach 45 Jahren widmet sich das Haus damit wieder ausschließlich dem Medium Teppich und rückt dabei zeitgenössische, internationale Positionen in den Fokus. Die gezeigten Werke, unter anderem von Künstlern wie Jan Kath, Faig Ahmed und Alexandra Kehayoglou, thematisieren politischen Widerstand sowie gesellschaftliche Resilienz. Dabei überschreiten die Exponate oft die klassische Zweidimensionalität und werden als textile Skulpturen oder immersive Erfahrungsräume inszeniert. Die Kuratorin Dr. Katharina Weiler wählt einen Ansatz jenseits traditioneller westlicher Teppichforschung und beleuchtet stattdessen die ästhetische Ausdruckskraft aktueller Arbeiten aus dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts. Die Schau untersucht, wie Materialien wie Wolle und Seide sowie Techniken wie Knüpfen oder Tuften als Medium für sozialpolitische Kommentare dienen.