Die IMM Cologne präsentierte sich in der vergangenen Woche (20.–23.01.2026) in einer Form, die kaum noch Parallelen zur traditionsreichen Möbelmesse früherer Jahre aufweist. Nach dem neuen Konzept der Koelnmesse hat sich das Event von der klassischen Inspirations- und Designschau zur fokussierten B2B-Sourcing-Bühne gewandelt. Da hochwertige Design-Marken fast vollständig fehlten und stattdessen das Preiseinstiegs- sowie das mittlere Segment im Mittelpunkt standen, dominierten internationale Anbieter das Bild. Von den insgesamt 339 Ausstellern aus 28 Ländern stammte mit 252 Unternehmen der weit überwiegende Teil aus China.
Deutsche Hersteller waren auf der IMM Cologne kaum noch vertreten, während Länderpavillons aus Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Japan, Rumänien, Taiwan und der Türkei das verbliebene Angebot bündelten. Laut Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse, sei dieser Wandel eine Antwort auf den Wunsch der Branche nach mehr Effizienz und gezielter Beschaffung in einem schwierigen Marktumfeld. Trotz des geschrumpften Formats zog das Konzept rund 10.000 Fachbesucher an – vornehmlich Einkaufsentscheider von Handelsketten, Großhändlern und Online-Plattformen aus Europa, wobei insbesondere Belgien, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande stark vertreten waren.